Tips & Schablonen

TIPS

Tips, ein unentbehrlicher Bestandteil in jedem guten Nagelstudio, gibt es in den diversesten Formen und Farben sowie in vielen unterschiedlichen Qualitätsabstufungen. Unser Augenmerk gilt bei weltweit mehr als 30.000 diversen Tipvarianten, Ihnen die Varianten anzubieten, die qualitativ hochwertig sind und sich gut verarbeiten lassen. Nichts ist so nervig, wie Tips, die nicht halten, was Sie versprechen.

Tips unterscheiden sich in den Farben Natural, also einem nahezu natürlichen Erscheinungsbild, French, also der weißen Spitze nur bereits in Tip Form und Transparent, also durchsichtig klar. Die Formen zu beschreiben würde an dieser Stelle zu weit führen, denn diese gibt es in abervielen Arten. Genaue Beschreibungen der einzelnen von uns angebotenen Tips finden Sie unter dem jeweiligen Tip direkt. Die wichtigsten Unterscheide liegen hierbei in der Trennung von FULL SIZE, also einer großen auf dem Naturnagel zu klebenden Auflagefläche und dem CUT OUT, also einer Klebefläche, die der Rundung des Naturnagels nachempfunden ist und in den meisten Fällen 50 oder mehr Prozent geringer ist als beim Full Size Tip.

Wir empfehlen, die Tipformen so zu wählen, dass eine gute Einsetzbarkeit in Ihrem Studio gegeben ist, um nicht zu viele diverse Formen an Lager halten zu müssen. Allerdings gibt es einen ganz einfachen Merksatz, den wir Ihnen mit ans Herz geben möchten, damit Sie weniger Feilarbeit und damit Material sparend arbeiten können: Wählen Sie Ihre Tipformen unbedingt so, wie eine mögliche Form des Nagels später in etwa aussehen sollte, denn … "Was Sie nicht unnötig aufbauen, brauchen Sie auch später nicht unnötig wegfeilen." Im Klartext heißt dies: Möchten Sie auf den Wunsch der Kundin eine eckige Form modellieren, so wählen Sie am besten eine geraden Tip mit parallelen Seiten, soll die Form eher abgerundet sein, so empfehlen wir einen konischen Tip, also einen Tip, der schmaler zusammenläuft. So sparen Sie Zeit und Geld.

In unserem Hause unterscheiden wir nach guter Standardqualität, was Sie in unserer Tip-Reihe „CLASSIC“ finden und die sich gut verarbeiten lassen, sowie nach der Luxusqualität, die Tips also, die mit „PREMIUM“ definiert sind.  Damit Sie einen kurzen Überblick bekommen, hier nun die Informationen, was sich hinter den einzelnen Reihen verbirgt:

Classic  Diese Tips weisen ein gute Standardqualität auf und können bei allen „Standardnagelbetten“ sehr gut zum Einsatz kommen. Sie bieten eine gute Verfeilbarkeit sowie eine leichte Flexibilität. 

Premium Diese Tips sind von bester Qualität und bieten allein schon durch Ihre Formenauswahl diverse Modellagemöglichkeiten. Sie sind sehr flexibel, also elastisch, und passen sich auch besonders flachen oder gebogenen Nagelbettformen sehr gut an. 

Aufgrund der Jahrzehntelangen Erfahrungen raten wir jedoch von „billigen“ Qualitäten unbedingt ab, da hierbei sowohl die Modellage und auch Ihre Arbeit stark unter wenigen Cent Ersparnis pro Tip leidet. Selbst bei einem Premium Tip kostet der einzelne Tip maximal nur 13 Cent, im Angebot sogar nur 8 Cent. Dies bedeutet, dass Sie, ein geschickter Einkauf vorausgesetzt, bei einer Kundin ca. 80 Cent Materialkosten haben, dafür aber keine 15 Minuten zusätzlich mit unnötiger Modellage oder Ausbesserungsarbeiten verbringen, was zusätzlich Geld, Zeit und Nerven kostet, ganz zu schweigen von Ihrem guten Ruf als Modellistin.

Zur besseren Verarbeitung von Tips hier ein paar Hinweise und Informationen aus unserem Hause:

Auswählen der Tips
Der Tip wird je nach Form und Wölbung des Naturnagels ausgesucht. Wichtig ist, dass der Tip zu 100% auf den Naturnagel passt. Der Tip darf dabei nicht in die seitliche Nagelhaut stehen, sondern es ist darauf zu achten, dass er genau den Naturnagel in seiner kompletten Breite bedeckt. Dies wird durch das „Anprobieren“ der Tips festgestellt, sprich das Anhalten der Tips an den Naturnagel ohne Kleber. Der Tip ist dann richtig, wenn er wie eine natürliche Verlängerung des Naturnagels wirkt. Er sitzt richtig, wenn er an der Auflagefläche mit der Einkerbung „einrastet“.

Unser Tip: Sollte die Größe des Naturnagels zwischen zwei Tipgrößen liegen, so nehmen Sie den größeren Tip und feilen diesen schmaler.
Unser Tip: Weiter ist darauf zu achten, dass der Tip maximal die Hälfte des Naturnagel bedeckt. Feilen oder Cutten Sie ihn sonst kürzer.
Unser Tip: Feilen Sie den Bereich des Tips, mit dem er auf dem Naturnagel aufliegen wird, schon vor dem Aufkleben etwas dünner. So ersparen Sie sich Feilarbeit beim Feilen des Übergangs zwischen dem Tip und dem Naturnagel.
Unser Tip: Sollte die Wölbung des Naturnagels von der des Tips abweichen, schneiden Sie ein kleines V in die Auflagefläche. Dadurch ist der Tip biegsamer und kann sich dem Naturnagel besser anpassen, was zu weniger Spannungen führt. Diese Tip-Form gibt es auch bereits fertig als so genannte V-Tips zu kaufen.

Aufkleben der vorbereiteten Tips
Der Tip wird zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten mit der Auflagefläche nach unten. Als erstes geben Sie nun einen Tropfen Kleber auf die Auflagefläche und verteilen diesen gleichmäßig mit der Klebertülle auf der gesamten Auflagefläche. Geben Sie nicht zuviel Kleber darauf, damit der Kleber nicht auf den Tip oder sogar Ihre Hände läuft. Nun wird der Tip herumgedreht und relativ steil, wir empfehlen einen Winkel von ca. 45 Grad an den Naturnagel herangeführt. Setzen Sie den Tip mit der Stelle auf die Kante des Naturnagels auf, auf der sich kein Kleber befindet. Dann ziehen Sie den Tip langsam nach unten bis er am Naturnagel in der Kerbe „einrastet“. Sobald der Rastpunkt erreicht ist (sie hören es durch ein leises Klicken und spüren es auch in den Fingern), drücken Sie den Tip langsam mit einer Hebelbewegung an den Naturnagel (von unten nach oben, aber nicht hochreißen, achten Sie auf den Rastpunkt) und halten ihn einige Sekunden lang in dieser Position fest. Wichtig ist hierbei das langsame Aufbringen des Tips, so dass sich der Kleber gleichmäßig ohne Bildung von Luftblasen auf der Auflagefläche zwischen Tip und Naturnagel verteilen kann. Im Falle von Kleber-Resten diese mit einem trockenen, fusselfreien Zellstoff-Pad zügig entfernen.
Unser Tip: Bei stark gewölbten Nägeln ist darauf zu achten, dass der Tip vorne an der Nagelspitze perfekt sitzt. Überstehende Reste können dann entsprechend abgefeilt werden.

Kürzen der Tips
Die Tips werden mit einem Nail-Cutter oder Nagelknipser auf die gewünschte Länge gekürzt. Vorteil des professionellen Nail-Cutters ist hierbei, dass Sie den Tip in verschiedenen Formen abknipsen können und sich so eine Menge Feilarbeit ersparen. Die verbleibenden Ecken entsprechend der gewünschten Nagelform durch Feilen angleichen (sogenanntes "In Form feilen").

Tip an den Naturnagel angleichen
Der auf dem Naturnagel sitzende Tip muss nun so gefeilt werden, dass er fast unsichtbar ist und kein Übergang zu diesem mehr zu fühlen ist.  ACHTUNG !!! : Nur auf dem Tip feilen und nicht auf dem Naturnagel. Hier besteht eine große Gefahr, den Finger bzw. das Nagelbett zu verletzen, indem die Nagelschichten „durchgefeilt“  werden und damit die für die Haftung wichtige obere Nagelschicht beschädigt wird. Wir empfehlen eine 180er Feile. Des weiteren wird der Tip mit einer feinen 180er Feile komplett aufgeraut, was eine bessere Bindung zwischen Gel und Tip gewährleistet. Wichtig ist hierbei, dass der Tip komplett matt erscheint. Es dürfen keinerlei glänzenden Stellen mehr ersichtlich sein.
Unser Tip: Zur Arbeitserleichterung empfehlen wir einen Tip-Blender. Dieses Produkt weicht den Tip an, wodurch sich die Feilarbeit deutlich reduziert und der Übergang zwischen Tip und Naturnagel wesentlich natürlicher erscheint.
 
SCHABLONEN
Auch Schablonen gibt es in diversen Formen und Farben. Alle dienen jedoch dem Zweck, Nägel ohne die Zuhilfenahme von Tips zu verlängern oder aber Reparaturarbeiten perfekt ausführen zu können. Die Schablonen unterscheiden sich grundlegend in Einweg- oder Mehrweg-Schablonen.

Die Einwegschablonen gibt es in diversen Formen. Sie sind meisten aus Papier gefertigt, mit einer Beschichtung versehen und sind nur einmal zu nutzen. Durch Ihren Papierkern haben die Schablonen auf der einen Seite einen weichen Kern, so dass Sie sich dem Naturnagel problemlos anpassen lassen. Auf der anderen Seite ist der Papierkern so stabil, dass damit gute Modellageergebnisse erzielt werden.

Die Mehrwegschablonen sind vom Prinzip her identisch, nur das Design und die Stärke des Kunststoffs weisen Unterschiede auf. Ist der Kunststoff zu dick, so kann dieser nicht perfekt an die Nagelform angepasst werden, was zu zusätzlichem Materialeinsatz und damit zusätzlicher Feilarbeit führt. Diese Schablonen können immer wieder gereinigt und desinfiziert werden.

Ganz entscheidend bei Schablonen ist, wie bereits erwähnt, die Qualität, denn die Schablonen sollen sich nicht nur gut setzen und befestigen lassen, sondern sich auch einfach und schnell wieder lösen. Ferner sollen Sie sich dem Naturnagel mühelos anpassen, dürfen aber auch gleichzeitig nicht zu weich sein, so dass eine gute Modellage überhaupt möglich ist. Gerade in diesem Bereich ist ein guter Händler wichtig, denn dieser wird immer schauen, Ihnen gute Qualität zu bieten. Das Problem in diesem Bereich ist, dass sich die Schablonen in Ihrem äußerlichen Erscheinungsbild ähneln, also nicht direkt auf den ersten Blick die doch erheblichen Qualitätsunterschiede offensichtlich werden.

Erscheinen Ihnen die Schablonen zu günstig im Preis, ist Vorsicht geboten. Sparen ist gut, jedoch nur, wenn es sich lohnt. Rechnen Sie die Rolle Schablonen doch einfach um. In den meisten Fällen sind 500 Einwegschablonen auf der Rolle. Selbst bei Rollenkosten von 10.- Euro zahlen Sie pro Schablone gerade mal 2 Cent, also für eine komplett Modellage schlagen die Kosten mit gerade mal 20 Cent zu Buche. Bei Angebotseinkäufen von Schablonen liegt der Preis sogar nur bei 1,4 Cent pro Schablone, also 14 Cent pro Modellage. Dies ist ein verschwindend geringer Preis für Ihren guten Ruf. Jedenfalls sehen wir das so, denn Ihr guter Ruf ist auch Ihr Kapital und sichert ganz entscheidend Ihren Lebensunterhalt.

Zur besseren Verarbeitung von Schablonen hier ein paar Hinweise und Informationen aus unserem Hause:

Ansetzen von Einweg-Schablonen (Gold- oder Papierschablonen)
Nehmen Sie die Schablone zwischen beide Daumen und Zeigefinger und formen Sie diese ähnlich der Rundung des Naturnagels. BITTE SCHABLONE AUF KEINEN FALL KNICKEN !!!  Schieben Sie jetzt die Schablone unter den überstehenden Teil des Fingernagels. Drücken Sie jetzt den hinteren Teil der Schablone auf den Finger. Wenn Sie nun mit Daumen und Zeigefinger seitlich an der Schablone nach vorne hin entlangfahren und vorne an der Spitze die beiden Ecken zusammenkleben, passt sich die Schablone unter dem Nagel weitestgehend diesem an. Dabei sollte man darauf achten, dass zwischen Schablone und Naturnagel wenn möglich kein Abstand ist. Bei Abstand drücken Sie die Schablone mit einem Rosenholzstäbchen an den Nagel heran.
HINWEIS: Kann die Schablone in geschlossenem Zustand nicht an den Nagel angepasst werden, so kann die Schablone am hinteren Ende aufgeschnitten werden. So können Sie diese optimal an verschiedenste Fingergrößen anpassen. Papierschablonen haben gegenüber Plastikschablonen den Vorteil, dass sie mit der Schere im Bedarfsfall zurechtgeschnitten werden können.

Ansetzen der Mehrwegschablonen (Kunststoff-Schablonen)
Nehmen Sie die Schablone und formen Sie diese vorab schon einmal ähnlich der Rundung des Naturnagels. BITTE SCHABLONE AUF KEINEN FALL KNICKEN !!! Schieben Sie jetzt die Schablone unter den überstehenden Teil des Fingernagels. Nehmen Sie den Metallbügel und ziehen diesen über den gebogenen Finger der Kundin, um der Schablone Halt zu geben. Dabei sollte man darauf achten, dass zwischen Schablone und Naturnagel kein  oder nur ein minimaler Abstand ist.

Weitere Informationen finden sie in aller Regel bei dem jeweiligen Produkt.

Wir haben uns Mühe gegeben, diese Informationen so sorgfältig und gewissenhaft wie möglich zu gestalten. Haben Sie dennoch Anregungen oder Fragen, so rufen Sie uns einfach an.